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Richtlinien

SWKI 97-1  (Copyright SWKI)
VDI 2035 Blatt 1-3 (Copyright VDI)

Diese Erläuterung soll Ingenieuren, Technikern, Heizungsfirmen, Eigentümern, Liegenschafts-verwaltungen, Hauswärten und Betreiber von Heizungsanlagen helfen, komprimiert wichtige Informationen zu erhalten um gewisse Passagen besser zu verstehen. Für bestimmte Ausführungen wird auch auf die SWKI 97- und VDI 2035 Bezug genommen.

Folgende Parameter werden gemessen:

Sauerstoffgehalt

In Wasser können nur geringe Mengen Sauerstoff (oder andere Gase) gelöst werden. In kaltem Wasser sind Gase besser löslich als in warmem. Füll,- und Ergänzungswasser für Heizungsanlagen ( Trinkwasserversorgung ) haben zwischen 5 bis 10 mg/l gelösten Sauerstoffgehalt.

Der Grenzwert für Heizungswasser sollte je nach Verwendungszweck, höchstens 0.1 mg/l gelösten Sauerstoff enthalten. 

Der Sauerstoff kann über offene Expansionsgefässe, Armaturen, Pumpen etc., welche gegenüber der Atmosphäre unter Unterdruck stehen, und durch die Nachspeisung, in das Heizungssystem gelangen.

Auch gegen einen höheren Druck kann Sauerstoff durch Diffusion in das „ geschlossene „ System eindringen ( z.B. diffusionsdurchlässige Kuststoffrohre ). Das Eindringen von Sauerstoff in geschlossene Kreisläufe ist nicht druckabhängig, Ebenfalls kann durch falsch bemessene oder defekte Druckexpansionsgefässe Unterdruck in der Heizungsanlage entstehen.

Grenzwert SWKI 97-1        0.10 mg/l
Grenzwert VDI 2035          0.10 mg/l

Die Bestimmung erfolgt photometrisch.

Wasserhärte

Als Wasserhärte wird die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle bezeichnet. Zu diesen „Härtebildnern“ zählen hauptsächlich Calcium und Magnesium, während Strontium und Barium eine untergeordnete Rolle spielen. .

Die gelösten Härtebildner können unlösliche Verbindungen bilden, vor allem Kalk und sogenannte Kalkseifen ( Heizkesselstein ). Die Tendenz zur Bildung von unlöslichen Verbindungen ist der Grund für die hohe Aufmerksamkeit, die der Wasserhärte entgegengebracht wird.

Die Feststellung, dass vermehrt Schäden an Heizkesseln auftreten, deren Ursache auf die Steinbildung (Kalkausscheidung) zurückzuführen ist, sollten die Merkblätter und Richtlinien der Heizkessellieferanten befolgt werden.

Die Wasserhärte wird in der Schweiz meist in fH (französischen Härtegraden) gemessen und angegeben.

Grenzwert von 0.2 - 35 °fH
je nach Richtlinien Heizkessel-Hersteller

 
Die Bestimmung erfolgt photometrisch.

Leitfähigkeit

Wässrige Lösungen zeichnen sich durch eine geringe Leitfähigkeit aus. Sie steigt, wenn dem Wasser Ionen, also Salze, Säuren oder Basen hinzugefügt werden. Dementsprechend hat Meerwasser eine höhere elektrische Leitfähigkeit als Süsswasser. Reines Wasser (destilliertes oder demineralisiertes) hat eine äusserst geringe Leitfähigkeit.

Es bedeutet:
steigender Salzgehalt = steigende Leitfähigkeit
Grenzwert SWKI 97-1        500 uS/cm
Grenzwert VDI 2035          500 uS/cm

Die Bestimmung erfolgt mit elektrochemisch mittels Elektroden.

Chlorid / Sulfat

Lochfrasskorrosion (auch Lochkorrosion oder Lochfrass) bezeichnet kleinflächige, aber oft tiefe Korrosionen von Metall. Lochkorrosion tritt bei passivierten Metallen auf, die sich in einem chlorid- oder bromidhaltigen Elektrolyten befinden.

Der Gehalt an Chlorid ist wichtig für die korrosionschemische Betrachtung.

Grenzwert SWKI 97-1         50.0 mg/l
Grenzwert VDI 2035           50.0 mg/l

Die Bestimmung erfolgt photometrisch.
 

Gelöstes Eisen

Der Gehalt an gelöstes Eisen ist wichtig für die korrosionschemische Betrachtung.
Erfahrungsgemäss begünstigt gelöstes Eisen die örtliche Korrosion ( Loch-, Muldenfrass, Verschlammung )

Grenzwert   0.50 mg/l
 
Die Bestimmung erfolgt photometrisch.

Weitere Parameter nach Kundenwunsch
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